Sportler des Jahres
Hans-Peter Durst als Streckenposten im Einsatz
Dortmunds Sportler des Jahres sind gekürt. Mehr als 14.500 Stimmen haben schlussendlich entschieden. Mit 48,2 Prozent aller Stimmen entschied Paracyclist Hans-Peter Durst zum zweiten Mal die Wahl für sich. Beim ECCO INDOOR TRAIL ist Dortmunds Sport-Aushängeschild als Streckenposten mit dabei.
Laudator Klemens Wittig, selbst erfolgreicher Senioren-Sportler, sprach in seiner Rede vor allem über Dursts unbändigen Willen: "Du hast gekämpft wie ein Löwe und bist an die Grenzen gegangen". Durst war nach einem Unfall in Rekordzeit wieder fit geworden und hatte dann bei den Paralympics in London unter Schmerzen noch die Silbermedaille eingefahren. Klar, dass Durst selbst noch nicht ans Aufhören denkt: "Mein Ziel ist Rio 2016", sagte er, "wenn meine Gesundheit das zulässt." In dieser Woche will er zum ersten Mal wieder aufs Rad.
Ein Jahr voller Höhen und Tiefen
Hans-Peter Durst, dessen Gleichgewichtsorgan seit einem Unfall gestört ist, hatte sich mit überragenden Leistungen für die Paralympics in London qualifiziert, doch vor den Spielen wurde er beim Training am Phoenixsee von einem betrunkenen Radfahrer vom Rad geholt und erlitt schwere Verletzungen. Sein London-Start war akut in Gefahr, doch Durst kämpfte sich bravourös heran und landete in London eine Punktlandung, die mit der Silbermedaille belohnt wurde. Gerade kuriert er die Folgen einer Schulter-OP aus, aber der Wille ist ungebrochen: Rio 2016 ruft.
„Die Wahl zum Dortmunder Sportler des Jahres 2012 ist für mich Motivation und Ansporn für neue Aufgaben im Sport und drumherum. Gerne bin ich für 12 Monate Botschafter des Sports in Dortmund und versuche darüber hinaus Mutmacher zu sein für Menschen, die den ersten Schritt in oder nach einer schwierigen Lebensphase gehen“, so Hans-Peter Durst in seiner Dankesrede.
Doch vorerst ruft der ECCO INDOOR TRAL, wo Durst wieder gemeinsam mit seinen Kollegen vom LTB Bittermark für verschiedenste Aufgaben auf und entlang der Strecke verantwortlich ist. Die eine oder andere Runde auf dem Trail-Parcour will sich der Sportler aber natürlich nicht entgehen lassen.
