Sprint
Ein Auftakt nach Mass
Was für ein Wahnsinns-Auftakt bei der 2.Auflage des ECCO INDOOR TRAIL in den Dortmunder Westfalenhallen.
Nach der ersten von drei Etappen, dem Sprint-Finale der zehn Zeitschnellsten über 1,3 Kilometer, führt Vorjahressieger Florian Reichert mit 2,8 Sekunden vor dem Bielefelder Sören Riechers und weiteren drei Sekunden vor dem Vorjahreszweiten Knut Höhler (LGO Dortmund). "Ich laufe lieber mit voller Leistung von der Spitze, um dann bei Halbzeit etwas rauszunehmen", zeigte sich Reichert mit seiner gelungenen Taktik beim Start-Ziel-Sieg hochzufrieden.
Doch ausruhen kann sich der Göttinger Lehrer, der vor einigen Wochen in Boca del Rio in Mexiko starke 1:09:54 Std. über die Halbmarathon-Distanz lief, auf seinen knappen Vorsprung nicht. Denn die Konkurrenz sitzt schon in den Startlöchern. "Eine Runde ist verdammt kurz. Der Florian ist zwar in absoluter Topform, aber dennoch freue ich mich schon auf die längeren Strecken am Wochenende", gab sich Tough-Guy-Sieger Höhler absolut kämpferisch.
"Das Rennen ist technisch extrem anspruchsvoll geworden, dazu kommen noch mehr Rhythmus-Wechsel als vor einem Jahr", zeigte Reichert gehörigen Respekt vor der Strecke und damit natürlich auch vor den beiden kommenden Tagen, wenn es über 6,5 bzw. 13 km geht: "Noch ist nichts entschieden."
Die erste Entscheidung am Freitagabend in Dortmund fiel im Finale der zehn Zeitschnellsten der insgesamt 400 Starter. Im Massenstart behielt Reichert mit einem Start-Ziel-Sieg die Oberhand, nachdem er bereits in der vorangegangenen Qualifikation mit 2,9 Sekunden vor Jasper Cirkel (Göttingen) und 3,7 Sekunden vor dem Vorjahreszweiten Knut Höhler dominiert hatte.
Pünktlich um 16 Uhr hatten Dortmunds-Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Westfalenhallen-Geschäftsführerin Sabine Loos und Paralympics-Silbermedaillengewinner Hans-Peter Durst den ECCO INDOOR TRAIL mit einer Trainingsrunde eröffnet. Einhellige Meinung des Trios. "Da haben die Streckenbauer ganze Arbeit geleistet. Einfach fantastisch diese Strecke, aber auch ganz schön anspruchsvoll."
Was die Top-Athleten nur bestätigen konnten. "Der Parcours hat echtes Crossfeeling, die neue Rampe und der Anstieg zum Mount Jeverest haben es in sich, machen aber auch echt Spaß", sagte Florian Reichert über den neuen 1,3 langen Kurs, der mit seinen 17 Hindernissen den Athleten alles abverlangte. Knut Höhler, der in der Qualifikation lange auf Platz zwei lag,dann aber hinter Jasper Cirkel aus der Nationalmannschaft der Orientierungsläufer zurückfiel,ließ sich aber noch nicht in die Karten gucken: "Ich habe noch einige Körner zurückgehalten."
Bei den Frauen deutet alles wieder auf eine Wiederholung des Vorjahresergebnisses hin.Sonja Vogt (Iserlohn) dominierte das Finale der fünf zeitschnellsten Frauen in 5:53 Min. vor der Frankfurterin Natascha Schmitt (5:57 Min.).
Am heutigen Samstag stehen die Rennen über 6,5 km auf dem Programm, Sonntag geht es über 13 km. Erwartet werden insgesamt 2000 Athleten.
Die besten Fotos vom ersten Tag beim ECCO INDOOR TRAIL finden Sie in hier in unserer Fotogalerie.
